|
Letzte Änderung am
08.12.2006
Zielsetzung und Inhalte unserer Jugendarbeit
Jugendarbeit gehört bei
uns zu den grundlegenden Vereinszielen. Für die Umsetzung des
Zieles in die Praxis haben wir ein Ausbildungskonzept erarbeitet, das
hier vorgestellt werden soll. Verantwortlich für die Umsetzung ist
die Jugendwartin mit ihren Assistenten. Daneben ist Mithilfe der Eltern im Rahmen ihrer Möglichkeiten erwünscht.
Die Jugendarbeit im WSF gliedert sich in die drei grundlegenden Bereiche:
Im Vordergrund der Ausbildung steht generell für alle die
Aneignung von soliden Basiskenntnissen und -fähigkeiten. Der
Bereich Regattasport wird dabei insoweit abgedeckt, daß die
Grundlagen vermittelt werden sollen; darüberhinausgehende
leistungsorientierte Förderung findet momentan nicht statt.
Wichtige Anmerkung:
Das hier beschriebene Konzept beschreibt den Stand 2003 - ist daher bis
zum Beginn der Saison 2007 einer dringend notwendigen
Überarbeitung zu unterziehen. Bisher noch nicht
berücksichtigte Punkte, die aber bei uns mittlerweile gängige
Praxis bzw. ab 2007 greifen sollen, sind beispielsweise:
-> Regattavorbereitung-Opti durch Teilnahme an der OLS (die gab's
2003 noch nicht, seit der Gründung 2005 sind wir daran
maßgeblich beteiligt);
-> parallel zur Opti-Ausbildung bieten wir ab 2007 Zweihandsegeln
(mit Trapez und Spi) im Teeny an (Teilnahme an zwei Teeny-Regatten im
Jahr auf der Gr.Breite möglich);
-> Durchführung gemeinsamer Trainingsmaßnahmen mit anderen Schlei-Clubs für Regattaeinsteiger/-segler
(z.B. Opti, Teeny...);
-> Teilnahme an Jüngsten-/Jugendregatten
(z.B. Opti, Teeny, Europe);
.....
Voraussetzungen für die Teilnahme am Jugendtraining
- Freischwimmerzeugnis und entsprechende tatsächliche Schwimmfähigkeit
- Mitgliedschaft im Verein (als jugendliches Mitglied) spätestens nach einer gewissen Probephase
- Schwimmweste und geeignete Segelbekleidung spätestens nach der Probephase
- Der WSF stellt z.Zt. folgende vereinseigene Jugendboote
bereit, so daß ein eigenes Boot zumindest für den Beginn
nicht unbedingt erforderlich ist:
- 11 x Opti (Jüngstensegeln / Einhand)
- 2 x Teeny (Jüngstensegeln / Zweihand)
- 1 x Europe (ambitionierte Umsteiger / Einhand)
- 2 x 420er (ambitionerte Umsteiger / Zweihand)
- 1 x VB-Jolle (Tourensegeln, Prüfungsvorbereitung für SBF-Binnen/Segeln)
- 1 x 5O5er (ambitionierte Jollensegler mit 420er-Erfahrung)
(Stand: 2006/07)
Weitere Zweihandjollen (1x Teeny, 1x Flying Junior, 1x VB-Jolle)
befinden sich in privater Hand und bieten ggf. Nutzungs- / Mitsegelmöglichkeiten.

- Opti-Anfänger -
Vermittlung der Segelgrundlagen
- Es erfolgt eine altersgruppengerechte solide seglerische
Basisausbildung in Theorie und Praxis mit dem Ziel der Erlangung des
Jüngstensegelscheins (Altersstufe ab etwa 8 Jahre). Die Teilnahme
am Anfängerkurs dauert normalerweise mindestens eine Saison an.
Theorieteil
- Benennung der zu Boot und Ausrüstung gehörenden Teile
- Bestimmung der Windrichtung und Windstärke
- Kurse zum Wind
- Benennung und Ablauf der grundlegenden Manöver
Praxisteil
- Vertrautwerden im praktischen Umgang mit Boot und Zubehör
- selbständiges Auf- und Abtakeln des Optis
- sichere Beherrschung der grundlegenden Manöver
(An-/Ablegen, Wende, Halse, Anluven, Abfallen, Boje über Bord)
- richtiges und sicheres Segeln auf verschiedenen Kursen zum Wind
- Verhalten bei einer Kenterung (Kentertraining in der Schwimmhalle oder vor dem Hafen)
- grundlegende Ausweichregeln
- grundlegende Beurteilung der Wind- und Wellenverhältnisse
- Reinigung des Bootes nach dem Segeln,
Überholungsarbeiten am Boot im Winter oder ggf. auch in der Saison
(unter Mithilfe von Eltern und Betreuern)

- Opti-Fortgeschrittene -
Festigung der im Anfängerkurs erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten
- Erlangung eines selbständigen verantwortungsvollen Umgangs mit dem Material
- Verfeinerung der Trimm- und Manövertechnik mit dem Ziel der sicheren und schnellen Führung des Bootes
- aufmerksames Segeln und Erkennen von Änderungen der Windstärke und -richtung
- sicheres Führen des Bootes bei zunehmendem Wind
Regattagrundlagen in Theorie und Praxis
- Ablauf einer Regattaveranstaltung
- verschiedene Regattabahnen, Bahnmarken
- Verhalten am Start, grundlegende Startsignale
- taktisches Grundverständnis auf verschiedenen Kursen
- Grundlagen der Wettfahrtregeln
Verhalten in der Gruppe
- gegenseitige Hilfe beim Klarmachen der Boote
- Erreichung eines gemeinsamen Ausbildungszieles (z.B. in einer Praxiseinheit)

- Jollengruppe -
Weiterbildung der seglerischen Fähigkeiten
- Jollensegeln als Fortsetzung der im Opti erworbenen
Kenntnisse/Fähigkeiten (Jüngstenschein ist vorhanden, da der
Einstieg ins Segeln i. d. R. bereits im Opti erfolgt ist);
- Vermittlung von weiteren Kenntnissen und Fähigkeiten für selbständiges / -verantwortliches Segeln auf dem Revier;
- Hinführung zum Erwerb des SBF-Binnen und Sportsegelscheins ( SPOSS );
- Altersstufe: etwa ab 14 Jahre.
Segeln als Mannschaftssportart
- Aufgabenteilung auf einer sportlichen Zweihandjolle; dabei
Berücksichtigung unterschiedlicher Vorlieben / Fähigkeiten
hinsichtlich der Aufgaben an Bord; eigentlich soll jeder Jugendliche in
der Lage sein beide Positionen zu besetzen; allerdings wird sich
durchaus auch eine Spezialisierung auf "Steuermann" oder "Vorschoter"
einstellen.
Segeln als Teamsport
- Verhalten des einzelnen Jugendlichen in einer Gruppe, die
ein gemeinsames Ziel erreichen will (z.B. Umsetzung einer
Aufgabenstellung in der Übungseinheit, Durchführung einer
Wochenend-Wanderfahrt, Teilnahme an auswärtigen Regatten).
Regattasegeln (bis zur Ebene der Vereinsregatten)
- Regattasegeln in größeren Feldern ( Jollen/Dickschiffe );
- Teilnahme an Vereinsregatten ( i.d.R. Yardstick );
- auch bei "Fahrtenseglern" ist zumindest ein
grundsätzliches Verständnis für Form und Ablauf einer
Regatta wünschenswert;
- die Förderung von Leistungsseglern (
Jugendqualifikations-/ Ranglistenregatten ) ist wegen des zu hohen
Aufwands seitens des Vereins z.Zt. nicht möglich - in diesem Fall
ist die verstärkte Initiative der Eltern gefordert ( Bootsmaterial
/ Betreuung etc. ).
Zugehörigkeit zum Verein durch Mitwirkung
- Teilnahme Jugendlicher am Vereinsleben ( An- / Absegeln, Vereinsregatten usw. )
- Jugendabteilung wählt Jugendsprecher, der Anliegen der
Jugendlichen gegenüber dem Vorstand vertritt ( Teilnahme an
Versammlungen: im Verein, Jugendseglertreffen usw. )
- Teilnahme an Gruppenleiter/Sportassistentenschulung mit dem
Ziel der Mitwirkung bei der Jugendausbildung ( z.B. in den Optigruppen
)
.
Mitwirkung der Eltern
- mindestens ein/zwei Erwachsene sollten zusätzlich zu
den Kursleitern beim Auf- und Abtakeln der Boote (Optigruppe)
behilflich sein
- je nach Seefestigkeit und seglerischer Erfahrung/Kenntnisse möglicherweise assistierende Mitwirkung bei der Kursleitung
- die Überholung der vereinseigenen Boote im Winter
erfolgt durch die Kinder, die dem Boot zugeteilt sind (unter Mitwirkung
der Eltern und nach Absprache mit der JugendwartIn)
- bei Sonderveranstaltungen (z.B. Zeltwochenenden) ist
Mitarbeit in jeglicher Form (ob als zusätzlicher Betreuer, Fahrer
oder als Spender von Kuchen oder Salat) erwünscht
|